Mitglieder
Mit 58 Mitgliedern verfügt die Genossenschaft per Ende 2009 über ein Anteilscheinkapital von Fr. 32’500.00. Es gab vier Beitritte: Im ersten Quartal 2009 sind mit August Schlatter, Jürg Grob und Valérie Waibel drei zusätzliche Mitglieder dazu gestossen, im Sommer 2009 durften wir Sandra Meier aus Wäldi als neues Mitglied begrüssen. Sie hat den Fachkurs besucht und letztes Jahr erfolgreich abgeschlossen.
Verwaltungsrat / Geschäftsleitung
Jürg Grob ist seit der letztjährigen Generalversammlung neues Mitglied des Verwaltungsrates. Er hat das Ressort Finanzen von Ernst Isler übernommen.
Für die ehrenamtliche Arbeit für den Verwaltungsrat möchte ich Jürg Grob, Christoph Lehmann, Alfred Rüegg und Valérie Waibel herzlich danken.
Zur Jahresmitte habe ich, Stephanie Herzog, die Geschäftsleitung der Genossenschaft als Bildungsleiterin von Andreas Graf übernommen. Nach einer sehr kurzen Einführungszeit erlebte ich spannende 10 Monate und freue mich auf das bevorstehende Jahr.
Fachkurse
Der Fachkurs 08 schloss mit einer durchschnittlichen Belegung von 22 TeilnehmerInnen ab. Für die Fachprüfung 08 haben sich 28 Personen angemeldet. 21 Teilnehmende haben schlussendlich das Konzept für die Abschlussarbeit abgegeben. Die Prüfungen finden am 25. und 26. Juni 2010 statt.
Die Belegung des aktuellen Fachkurses 09 hat sich nach einer anfänglich eher knappen Belegung erfreulich entwickelt. Im Juni 2009 lagen 5 Anmeldungen vor. Heute hat der Kurs durchschnittlich 24 Teilnehmer.
Im Zusammenhang mit dem neuen Berufsbild (eidg. Baubiologe/Baubiologin) und der daraus entstehenden neuen Prüfungsordnung und Wegleitung wird der Fachkurs neu überarbeitet. Mit dessen neuen Struktur und Verlagerung der Themenschwerpunkte antworten wir auf die anspruchsvollere Prüfung, das neue Berufsbild und die heutige Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt.
Dieser Prozess hat im letzten Herbst 2009 angefangen und wird sich bis nächstes Jahr hinziehen. Die Definition der neuen Module (Anzahl, Titel und Inhalt) und die neuen Kurskosten werden im 2. Quartal dieses Jahres festgelegt und auf der Homepage publiziert. Im Herbst wird der erste Lehrgang des überarbeiteten Fachkurses starten.
Wir sind überzeugt, dass der Kurs immer mehr Interessenten und Teilnehmer haben wird, da das Bewusstsein betreffend Gesundheit und nachhaltigem Bauen in der Öffentlichkeit stetig zunimmt.
Die Exkursion vom 20. Juni 2009 führte uns nach St. Gallen
und ins Appenzell, wo wir mit 48 Personen unter anderem die Baustelle des
Neubaues Primarschulhaus Schönenwegen, eine Renovation eines Appenzeller
Dorfhauses, die Holzproduktionsfirma Nägeli AG und die Werkstatt Scheuss
Ofenbau besuchten.
EduQua
Im Oktober fand das jährliche Zwischenaudit statt. Die Durchführung verlief problemlos. Um das Qualitätslabel für Weiterbildungsinstitutionen weiterhin zu erhalten, müssen wir im Juni 2010 die drei-jährliche Rezertifizierung durchführen lassen und uns wieder einer grösseren Prüfung unterziehen.
Erarbeitung Berufsbild „Baubiologin/Baubiologe“
2009 war bezüglich der Erarbeitung des Berufsbildes Baubiologin / Baubiologe mit eidgenössischem Fachausweis ein intensives Jahr. An insgesamt 6 Sitzungen mit der Consultingfirma KEK in Zürich wurden das Berufsbild, das Qualifikationsprofil, die Prüfungsordnung wie auch die Wegleitung soweit vorbereitet, dass diese dem BBT (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie) zur Genehmigung eingereicht werden können. Da in der Wegleitung die einzelnen Module des Lehrganges aufgeführt werden müssen, musste mit der Umgestaltung des Lehrganges anhand des Berufsbildes vor Einreichung der Unterlagen begonnen werden. Diese Arbeiten konnten 2009 starten. Aktuell wurde nun die Anzahl Module erhöht, teilweise sowohl umgruppiert sowie neu formuliert. Diese Arbeiten waren und sind Gegenstand des Budget „Berufsbild“. Daher war es bisher auch noch nicht möglich, mit dem BBT die versprochenen Subventionen definitiv abzurechnen.
Die erste Prüfung nach neuem Prüfungsreglement findet im Frühling/Sommer 2012 statt.
Der Plan, eine provisorische Übergangsprüfung einzuführen, wurde im Verlaufe des Prozesses verworfen. Aktuell wird demnächst das gesamte überarbeitete Dossier ans BBT zur Genehmigung eingereicht.
Die Messtechnik soll ein eigener Beruf werden und nicht in den Fachkurs integriert werden. Dies wurde von der FGHU bereits aufgenommen. Erste Gespräche und Vorstösse diesbezüglich fanden statt.
Neben der neuen, deutschen Berufsbezeichnung, wurden auch die französischen, italienischen und englischen Bezeichnungen unter mithilfe der Regionalgruppen Romandie und Tessin wie folgt angepasst:
Ecobiologiste de la construction avec brevet fédéral
Specialista in bioecologia della costruzione con attestato professionale federale
Building Biologist with Federal Diploma of Higher Professional Education and Training
Das Erarbeiten einer Höheren Fachprüfung (HFP), früher Diplomlehrgang, wurde angedacht. Leider reichten die bestehenden Ressourcen bisher nicht aus, hier weiter vorzugehen.
Die Erstellung des Berufsbildes und des Qualifikationsprofiles war nötig, um die Berufsprüfung aufgrund von Neuerungen seitens BBT anpassen zu können. Dies wiederum macht(e) eine Anpassung des Lehrganges unumgänglich, was durchaus auch in unserem Sinn war und ist (auch aufgrund Feedback von LehrgangsteilnehmerInnen). Die Arbeiten sind auf der Zielgeraden, so dass das Projekt Erarbeitung neues Berufsbild Baubiologin/Baubiologe in diesem Jahr abgeschlossen werden kann.
Finanzen
Die Jahresrechnung 2009 wurde erstmals nach den Gesetzmässigkeiten einer eingeschränkten Revision geprüft. Gemäss dem neuen Aktienrecht ist die Genossenschaft Bildungsstelle Baubiologie (GBB) verpflichtet, die Geschäfte von einer zugelassenen Revisionsstelle revidieren zu lassen.
Die Jahresrechnung 2009 schloss trotz budgetiertem Verlust mit einem Erfolg ab. Dies liegt hauptsächlich darin begründet, dass ein grosser Teil des Aufwandes für das neue Berufsbild erst im Jahr 2010 anfällt und dass die Einnahmen aus dem Fachkurs höher als erwartet ausfielen. Auch die zweckgebundenen Rückstellungen aus den Vorjahren haben zu dem erfreulichen Jahresresultat beigetragen. Mit dem Gewinn können überdies auch die kumulierten Verlustvorträge aus den Vorjahren kompensiert werden. Das Kapital aus den Anteilscheinen wurde nicht angetastet.
Die Darstellung der Jahresrechnung des Berichtsjahres wurde – vor allem bezüglich der Rückstellungen – an die heute üblichen buchhalterischen Standards angepasst (siehe Anhang).
Das Budget für das Jahr 2010 lehnt sich an die Zahlen und Erfahrungen der Vorjahre an und prognostiziert einen erneuten Gewinn. Dies stellt für den Verwaltungsrat und die Bildungsstelle die Aufgabe dar, weiter aktiv für neue Fachkursteilnehmer zu werben und das Weiterbildungsangebot zu erweitern.
Stephanie Herzog, Bildungsleiterin
im Auftrag des Verwaltungsrates
Zürich, 12. April 2010