Schadstoffe in Gebäuden erkennen und vermeiden

Im Zuge der Industrialisierung des Bauprozesses in den1960er-1990er Jahren wurden zahlreiche Materialien in Gebäude eingebracht, die heute als Gebäudeschadstoffe und „Wohngifte“ erkannt sind. Dazu zählen neben Asbest, chemischen Holzschutzmitteln, PCB und PAK auch künstliche Mineralfasern (KMF). Inzwischen kommen die Gebäude dieser Zeit in den Erneuerungszyklus,so dass bei der Sanierung, Umnutzung oder beim Abbruch umsichtige Vorgehensweisen gefragt sind.

Angesichts der negativen Auswirkungen von Wohngiften auf Bewohner entwickelten sich seit den 1970er Jahren die Baubiologie und Umweltmedizin. Neben der Erkennung bestehender Gebäudeschadstoffe, versucht baubiologische Planung, auch heutige und evtl. zukünftige Problemstoffe in Gebäuden und Innenräumen zu minimieren.

Das Referat erläutert Zusammenhänge, Vorgehensweisen und aktuelle Richtlinien in der Bauschadstoffdiagnostik, und zeigt auf, wie vergleichbare Probleme bei heutigen Bauten durch baubiologische Planung vermieden werden können.

Referent: Christian Kaiser ist Dipl. Architekt SIA und Baubiologe. Während 11 Jahren war er als Fachstellenleiter des Vereines Baubioswiss/SIB tätig. Heute arbeitet er als Projektleiter für Nachhaltiges Bauen und Bauschadstoffdiagnostik in einem Schweizer Ingenieurbüro. Als Dozent unterrichtet er an der HTWG Konstanz, Baukaderschule St. Gallen und FH Burgdorf.

 

Öffentliche Veranstaltung - Eintritt für Nicht-Baubioswiss-Mitglieder CHF 10.-
Anmeldung erwünscht.


Offizieller Flyer der Veranstaltung


02.05.2017

19:00 Uhr

Restaurant Fass Beiz | Webergasse 13 | Schaffhausen

RG Schaffhausen