Jahresversammlung 2019 der Baubioswiss

Vereinsjahr 2018

Das Appenzell, Land und Leute

Auf dem Kontinent Schweiz, den die Unterländer im Laufe der letzten tausend Jahre in Besitz genommen und kultiviert haben, sind die Appenzeller ein sehr eigenes Volk. Weit im Osten, in den Vorbergen der östlichen Alpen, hat sich dieses Volk viele Sitten und Bräuche, die eigene Tracht (die prachtvollste der Schweiz und viel getragene), eine eigene Musik, eine eigene Eisenbahn, eine eigene Heilkunst, eine eigene Bauweise (das Strickhaus), einen eigenen geheimnisvollen Käse und einen eigenen Witz erhalten.

Hier sollte die Jahresversammlung 2019 zum Vereinsjahr 2018 des Vereins Baubioswiss abgehalten werden.

Appenzeller witz

Im vollbesetzten Appenzeller-Bähnli bot ein Junge einer schwangeren Dame seinen Sitzplatz an. Die Dame sagte zu ihm: "Du bist aber ein richtiger Gentleman!" Später, fragte der Lehrer in der Schule: "was ist ein Gentleman?" Der Junge meldete sich und sagte: "Ein Gentleman ist einer, der eine schwangere Frau sitzen lässt!"

Beim Hackbrettbauer

Am Vorabend, am Freitag, wollten sich die früh angereisten Baubioswiss-Mitglieder ein Bild von dieser gepflegten Tradition machen, mit einem Besuch beim Hackbrettbauer in Meistershütte bei Johannes Fuchs. Er führte die Baubiologen mit einem bunten Vortrag in seiner Werkstatt durch die Herkunft, wahrscheinlich aus Persien, die Geschichte und die Kultur des Hackbretts, welche in den unterschiedlichsten Länder der Erde, von Gais bis Peking, Isfahan bis Mexiko, Kashmir bis Oberammergau, seinen Ursprung hat. Er erklärte die Bauweise dieses faszinierenden, zeitlosen Instruments, spielte dazwischen auf verschiedene traditionelle Weisen und würzte das Ganze mit viel Appenzellerwitz. Das Hackbrettspiel und sein geschicktes Handwerk führten den Appenzeller in seiner schmucken Tracht durch die ganze Welt. Er trifft Gleichgesinnte an Hackbrett-Kongressen, Konzerten, Festivals. Mittlerweile ist er Vizepräsident beim Welt-Hackbrettverband: dem Cimbalom World Association (CWA)

Die Jahresversammlung

Die Jahresversammlung 2019 für das Vereinsjahr 2018 wurde auf Einladung der Regionalgruppe Ostschweiz im Appenzell, in der grosszügigen Halle der Holzbaufirma Nägeli durchgeführt. Mit den Ohren konnte man den Voten und Informationen des Vorstand zuhören, die Augen schweiften durch die Hozbau-Werkhalle mit den riesigen Holzstapeln, die Nase wittert den ruhigen Duft des verarbeiteten Holzes und der Mund freute sich auf das Mittagessen mit den leckeren Appenzeller-Spezialitäten.

Appenzeller Witz

Ein Tourist fragte ein Appenzeller Bäuerlein, was trägt ihr für ein komisches Gehänge am Ohr? Das Bäuerlein erwiderte: "Das sind unsere Sonnenkollektoren." "Blödsinn", sagte der Tourist. Heb das Hosenbein an, ich werde es dir beweisen. Pinkelte ihm ans blutte Bein und grinste, siehst du, wir haben immer warmes Wasser!

Betriebsbesichtigung Appenzeller Holz

Nach dem Essen, das mit Hackbrettmusik und Appenzellerwitz begleitet war, erklärte Hannes Nägeli die Geschichte und Philosophie seiner Firma, informierte über Appenzeller-Holz und den Produktionsprozess der Holzbauelemente. Die Baubiologen freute es über die eher neue Holzbautechnik mit Brettschichtelementen zu hören, welche im Kontrast zu den Ständerelementen steht und diese in der Beliebtheit vielleicht ablösen könnte.

Das grosse Potential wurde während der Betriebsbesichtigung noch verdeutlicht. Der innovative Unternehmer liess eigens für seinen Betrieb automatisch gesteuerte Maschinen, eine Art Holzbauroboter, konstruieren, welche auf einem Band mit grosser Geschwindigkeit und wenig Personalaufwand Holzbauelemente erstellt.

Das ist das neue Appenzeller-Holz, entstanden aus einer alten und langen Tradition des Holzbaus. Seit alters wurden die Appenzeller Bauernhäuser massiv als Blockbauten mit den "verstrickten" Kannten, als Strickhaus erstellt, damit man sie diskret mit Schindeln verkleiden konnte. So können sie heute, gemäss dieser Tradition, aus Brettschichtholz-Elementen gebaut werden. Ein Knackpunkt ist jedoch der U-Wert der Vollholzelemente. Rechnerisch kann er niemals den modernen Anforderungen der ökologischen Bauweise genügen. Darum liessen die Holzbauer die Elemente von der Empa prüfen. Die hervorragenden empirischen Werte zeigen, dass die Brettschicht-Elemente anderen Konstruktionsweisen in Nichts nachstehen. Vollholzelemente können das Raumklima regulieren, Feuchtigkeit aufnehmen und die gespeicherte Wärme wieder an den Raum abgeben. Ein Blick in die elegant gestalteten Büroräumlichkeiten der Holzbau Nägeli AG zeigt: Holz ist schön und modern!

Appenzeller Witz

Zwei Appenzeller Bauern spazierten am Sonntag Nachmittag über die Felder. Da passierte es, dass dem einen ein Vogel auf den Kopf kackte. Der andere sagte, Jetzt bist du aber froh, dass die Kühe nicht fliegen können!